Der Fachkräftemangel in der Schweiz hat sich zuletzt etwas entspannt. Strukturell gelöst ist er jedoch nicht. Gerade qualifizierte internationale Fachkräfte, die bereits in der Schweiz leben, werden noch zu wenig als Talentpotenzial genutzt. Ein Mentoring Programm kann hier eine wichtige Brücke in den Arbeitsmarkt schlagen.
Der Fachkräftemangel in der Schweiz ist aktuell (März 2026) etwas weniger ausgeprägt als noch im Vorjahr. Gleichzeitig bleiben die Herausforderungen gross: Ende 2025 gab es 86’000 offene Stellen, 36,2% der Firmen hatten im vierten Quartal 2025 Rekrutierungsschwierigkeiten, und in wichtigen Berufsfeldern bleibt der Mangel bestehen.
Strukturelles Problem
Mittel- und langfristig nimmt der Druck weiter zu. Ohne Gegenmassnahmen schrumpft die erwerbsfähige Bevölkerung ab 2029 um fast 50’000 Personen pro Jahr. Bis 2035 verlassen zudem mehr als 400’000 Personen mehr den Arbeitsmarkt, als junge Menschen nachrücken. Die Schweiz wird deshalb auch in Zukunft auf Migration und eine breitere Nutzung ihres inländischen Arbeitsmarktpotenzials angewiesen sein.
Ein Teil dieses Potenzials ist bereits im Land vorhanden. Dazu gehören internationale Fachkräfte, die in der Schweiz leben, aber den Einstieg in den Arbeitsmarkt nicht immer einfach finden. Besonders relevant ist der Familiennachzug: Er war 2024 der zweithäufigste Einwanderungsgrund und machte 30 Prozent der jährlichen Zuwanderung aus. Gerade bei gut qualifizierten Personen fehlt es oft nicht an Kompetenz, sondern an Orientierung, Netzwerkzugang und Einblick in den Schweizer Arbeitsmarkt.
Integrationsinstrument und Talenthebel
Genau hier setzt ein Mentoring Programm an. Mentoring bringt internationale Fachkräfte mit erfahrenen Personen aus Unternehmen zusammen. Es unterstützt bei Themen wie Schweizer Arbeitsmarkt, Bewerbungen, Firmenkultur, Kommunikation, Netzwerk und beruflicher Positionierung. Mentoring ersetzt keine Sprachkurse, keine Diplomanerkennung und keine Kinderbetreuung. Es kann aber Orientierung geben, Sichtbarkeit stärken und den Zugang zu Unternehmen erleichtern.
Für Unternehmen ist Mentoring mehr als ein Integrationsinstrument. Es erschliesst qualifizierte Talente, die bereits in der Schweiz leben, verbessert den Zugang zu Kandidat:innen, die Firmen sonst oft kaum erreichen, und stärkt gleichzeitig Führung, Coaching und kulturelle Intelligenz bei Mentor:innen. Damit wird Mentoring zu einem praxisnahen Hebel für Talentgewinnung, Zusammenarbeit und Arbeitgeberattraktivität.
Auch die Forschung zeigt: Mentoring wirkt positiv, vor allem bei Orientierung und Zufriedenheit der Mentees. Gleichzeitig profitieren auch Mentor:innen, etwa bei Jobzufriedenheit und Bindung. Entscheidend ist dabei die Qualität des Programms.
Mentoring als Talenthebel
Wer den Fachkräftemangel in der Schweiz wirksam angehen will, sollte Talent breiter denken. Ein gut aufgebautes Mentoring Programm kann qualifizierte internationale Fachkräfte schneller integrieren und gleichzeitig Unternehmen bei ihrer Talentstrategie stärken.
Wenn Sie mehr Informationen zu einem Mentoring Programm oder eines durchführen möchten, erfahren Sie auf unserer Webseite zum Mentoring Programm mehr dazu.

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